visionssuche (vision quest)

wozu?

die visionssuche (vision quest) öffnet in vielen kulturen seit jahrhunderten einen rituellen raum, in dem wir entledigt von alltäglichen ablenkungen uns selbst und der natur in einer ungewohnten tiefe begegnen. die visionssuche kann wendepunkte im leben markieren: klassische übergänge von der jugend ins erwachsenendasein, vom erwerbsleben in den ruhestand, vom singledasein in die partnerschaft, trennung durch tod oder scheidung. jedoch nicht nur das: sie dient auch dazu, horizonte zu erweitern, wenn es mit gewohnten strategien der bewältigung des alltags oder von krisen nicht mehr weiter geht. sie kann stagnation überwinden, aufbruch ermöglichen und uns völlig ungeahnte, neue wege eröffnen. sie kann uns zeigen, wo wir in unserem inneren unserer weiteren entfaltung im wege stehen. so verstanden ist vision nicht immer etwas in der fernen zukunft liegendes: die schau (so kann man vision am besten übersetzen) kann sich auf verschüttetes aus der vergangenheit genauso richten wie der zukunft entscheidende ausrichtung geben. sie kann auch die gegenwart in einer neuen perspektive erscheinen lassen und ihr einen anderen sinn geben. auf jede weise leistet sie einen beitrag zu heilung und aussöhnung. es gibt kein thema, das man nicht in eine visionssuche tragen kann.

in der form, in der ich visionssuche begleite, ist es an keine der alten kulturen gebunden. in der school of lost borders, in deren tradition ich durch haiko nitschke ausgebildet worden bin, haben stephen forster und meridith little elemente aus vielen kulturen zusammengefasst und einen weg gefunden, wie die visionssuche menschen unserer kultur dienen kann. zusätzlich integriere ich aspekte, die mitteleuropa von nordamerika unterscheiden. denn mir geht es um den anschluss an uraltes wissen, dass in unseren wurzeln gespeichert ist.

ablauf

in drei tagen werden die teilnehmer technisch und innerlich auf alles so gut vorbereitet, dass sie die folgende zeit ohne gefahren für deine gesundheit meistern und den grössten nutzen für sich ziehen kannst.

dann verbringst die teilnehmer vier tage in der freien natur. diese zeit ist geprägt durch systematischen entzug von grunderfahrungen, die unserem alltag struktur geben und uns gelegentlich in dieser struktur gefangen halten:

• nahrung (es wird gefastet)
• sozialer kontakt (wir begegnen in dieser zeit nur der natur und uns selbst)
• feste behausung (wir sind nur durch eine zeltplane vor der witterung geschützt)
• alltagskomfort (keine toilette, kein bad, kein handy, kein computer, kein telefon)
• schlaf (die letzte nacht wird durchwacht)
• wasser (wer möchte, kann auch auf das trinken verzichten)

während dieser 4 tage sind die begleiter rund um die uhr im basislager erreichbar.

nach der rückkehr dienen 3 tage dem ausruhen, der integration und vor allem dem erzählen der erlebten geschichte, sodass alle zeugen der tiefen erfahrung sind. die begleiter geben jede geschichte in einer technik, die man spiegeln nennt, noch einmal wieder, wie sie sie wahrgenommen haben, sodass jeder weiss, dass er bzw. sie gehört und verstanden worden bist. denn jede teilnehmerin und jeder teilnehmer leistet durch den schatz, den er von der visionssuche mitbringt, einen einzigartigen, unverwechselbaren beitrag an die gemeinschaft. das muss gewürdigt werden.

vor- und nachbereitung finden in einem seminarhaus statt.

wirkung

die visionssuche wirkt auf zweierlei weise:

1. die erfahrungen des entzugs sind uralte techniken, um in einen zustand der trance zu gelangen (oder aus der des alltags auszusteigen, je nach perspektive) und neue erfahrungen zu machen, die den alltag wirklich transzendieren. zusätzlich wird diese zeit durch eine schwitzhütte eröffnet und abgeschlossen, welche körper und seele reinigt und das bewusstsein weitet.

2. in unserer kultur ist der umgang mit der natur so sehr verdinglicht, dass viele menschen nicht mehr gewohnt sind, mit den wesen der natur in kommunikation zu treten und sie als botschafter von für uns wichtigen informationen zu nutzen. so dient die natur uns als spiegel. diese in unserer kultur neuartige, in alten kulturen jedoch völlig selbstverständliche begegnung mit der natur ist neben den entzugserfahrungen die wesentliche grundlage der visionssuche, die uns erstaunliche einsichten und visionen schenken kann.
hier vermittelt mein angebot auch werkzeuge, wie dieser zugang auch nach dem seminar von jedem teilnehmer und jeder teilnehmerin für sich genutzt werden kann.

angebot

ich biete visionssuchen an für
• frauen und männer ab 16 jahren (visionssuche)
• erwachsene in geschlossenen gruppen (z. b. für firmen)
• junge menschen zwischen 17 und 24 jahren